Die Archäoschmiede
Repliken archäologischer Fundstücke
Archäotechnik und Experimentelle Archäologie

Dieses Bild nahm ich im Moesgard Museum auf.
Es zeigt einige der Lanzen aus dem Fundhorizont A (um 200 n. Chr.).
Die elegante Form sowie die exakte Mittelrippe dieser Lanzen zeigen einen Grad an Perfektion, den man im heutigen Sprachgebrauch als „high end" bezeichnen möchte...

Die Kreisaugen sind mit eingehämmerten Silberdrähten gemacht (Silbertausia).

Ein besonders langes Exemplar dieses Lanzentyps, den man auch Typ Vennolum oder Illerup Typ 15 nennt, reizte mich derart, dass ich gleich zwei davon anfertigte..

Germanische Messer

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Es ist nach dem Grobschmieden noch ein weiter Weg bis zur fertigen Lanze, denn die beiden Blattseiten müssen nun vorsichtig breit getrieben werden....

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Im rotglühenden Zustand erkennt man die feine geschmiedete Mittelrippe

Der Schliff und die Verzierung waren bei dieser Arbeit das Langwierigste...

Die Schönheit dieser Lanzen übertrifft die der meisten Schwerter.
Seit der ausgehenden La Téne Zeit, der Zeit des Höhepunktes der keltischen Schmiedekunst (ca. 100 v. Chr.) hat es vermutlich solch prächtige Lanzen nicht mehr gegeben, gegen Ende des 2. Jh. n. Chr. tauchen nun aber mit den Illerup-Funden gleichwertige Lanzen auf, die mitunter sogar Merkmale der alten La Téne-Formen tragen, wie die ausgeprägte Mittelrippe...

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