Die Archäoschmiede Repliken archäologischer Fundstücke Archäotechnik und Experimentelle Archäologie
Im Tal der Illerup Aa fanden sich neben Hunderten von Schildteilen, Lanzen und Schwertern sowie zahllosen anderen Ausstattungsteilen auch die Teile von Schwertgurten und Gürteln. Das Leder der Gurte ist zwar vergangen, doch lassen sich die Gurte aufgrund der Lage der Beschlagteile rekonstruieren. In Gräbern gleicher Zeitstellung finden sich immer nur einzelne Teile solcher Garnituren, die ohne die Funde aus Illerup nicht das Aussehen der Monturen vorstellbar gemacht hätten.
In der unteren Bildmitte ist ein Schwertgurt zu erkennen. Er half aufgrund der sich abzeichnenden Spur des Ledergurtes einen anderen Gurt zu rekonstruieren...
Auf der Rückseite der bronzenen Beschlagplatten kann man die schmaleren Bronzestreifen erkennen, die als Gegenplatten für die Vernietung gedient haben. Etwas links von der oberen Bildmitte liegt eines von vier Riemenenden (der spitz zulaufende Stab mit dem Loch). Unten links in der Ecke des Bildes ist die hölzerne Scheide zu sehen, die durch eine zierliche Rippe in der Längsmitte profiliert wird. Ob die Scheiden leder- oder stoffbezogen waren, lässt sich nicht beantworten, vergleichbare Funde aus der späteren Deponierung von Nydam legen dies jedoch nahe.
Bronzebeschläge eines Schwertgurtes aus Illerup Aadal.
Das Illerup Schwert in seiner Scheide mit Schwertgurt.Das Mundblech der Scheide ist noch nicht mit Durchbruchsarbeit verziert und die Schnalle auch noch nicht mit allen Nieten versehen.... Rechts das Dosenortband mit Tierdarstellung
Alle Bilder der Originalfunde stammen aus der Veröffentlichung von J. Ilkjaer „Illerup Aadal - Ein archäologischer Zauberspiegel" und von der Website des Moesgard-Museums, in dem die Funde ausgestellt sind: www.illerup.dk